Die CSV will unsere Gemeinden kinder- und familienfreundlich gestalten. Aufgabe der Kommunalpolitik ist es, kinderfreundliche und kindgerechte Infrastrukturen zu schaffen, zur kulturellen Erziehung der Kinder beizutragen sowie das Wohlergehen der Kinder zu wahren und zu schützen. Ein gut differenziertes Angebot an Spielmöglichkeiten, die Gestaltung kindgerechter Spiel- und Schulhöfe, die Schaffung sicherer und wohnungsnaher Spielplätze, die Unterstützung der Vereine, die sich außerschulisch um die kulturelle und sportliche Erziehung und Ausbildung der Kinder bemühen, sind Maßnahmen unserer Politik im Interesse der Kinder.

Schulen und Bildung
Wir wollen kinderfreundliche, moderne und zukunftsfähige Schulen. Doch auch die Kindergärten (die selbstverständlich ebenfalls einen Bildungsauftrag haben) und die „éducation précoce” dürfen nicht vergessen werden. Gerade hier gilt es, den Kleinen einen optimalen „Einstieg” in den Bereich Lernen und Erziehung außerhalb der Familie zu bieten.
- Sind alle Schulgebäude in einem guten Zustand? Ist ausreichend Schulraum vorhanden, um die pädagogischen Herausforderungen zu meistern?
- Werden schwache und begabte Schüler besonders gefördert? Gibt es ein Angebot für Nachhilfe?
- Verfügt die Gemeinde über eine Schulbibliothek, Mediathek?
- Trägt die Schulpartnerschaft klare und erkennbare Früchte? Sind Lehrer und Eltern in die Entscheidungsfindung eingebunden? Wird die Schulkommission ernst genommen?
- Gibt es ein Angebot für Kinder von Einwanderern? Eine besondere Sprachförderung?
- Gibt es einen Pedibus? Sind die Schulwege sicher? Werden Eltern ermutigt, ihre Kinder zu Fuß zur Schule zu bringen?
- Gibt es ein Schulrestaurant? Werden in diesem Restaurant regionale, nachhaltige und faire Produkte angeboten? Wird eine gesunde Ernährung gefördert?
- Unterliegen die Kinderbetreuungsangebote einem pädagogischen Konzept, das gezielt die altersentsprechende Entwicklung der Kinder unterstützt und die Integration von ausländischen Kindern fördert?
Kinderbetreuung
Kinderbetreuung ist der Pfeiler einer modernen Familienpolitik.Wir setzen uns zum Ziel bis 2014, dass bis 75% der Kinder in der Grundschule einen Platz in den „Maison Relais“ finden. Wir wollen auf dem Gemeindeplan Bedingungen und Infrastrukturen schaffen, die es ermöglichen, dass kinderund familienfreundliche Gemeinschaften entstehen und bestehen können: durch die Schaffung und die Unterstützung von Betreuungsangeboten für Kinder, die Weiterführung und den Ausbau der „Éducation précoce” oder der „Maison Relais“; durch die Realisierung einer bedarfsgerechten Wohnungsbaupolitik; durch die familiengerechte Regelung der Tarife, Benutzungsgebühren und Abgaben; durch die Förderung, besonders der freien und privaten Träger für Familien- und Erziehungsberatungsstellen.
- Sind die Schulen mit dem Angebot an Kinderbetreuung vernetzt?
- Gibt es ein ausreichendes, flexibles und vielfältiges Angebot an Kinderbetreuung? Besteht die Möglichkeit einer Waldkrippe? Gibt es ein Tageselternangebot?
Freizeit
Kinder brauchen Spielplätze. Veraltete Spielplätze sollen modernisiert, kindergerecht und sicher gestaltet werden. Kleinspielplätze sollen so angelegt werden, dass sie in unmittelbarer Nähe von zugehörigen Wohnstätten, also leicht und rasch erreichbar, sowie von Bewohnern gut beobachtbar sind und ausreichend Aufenthaltsraum für Aufsichtsund Betreuungspersonen bieten (Bänke, Tische, …). Notwendig für unsere heranwachsende Jugend sind geeignete Abenteuer- und Robinsonspielplätze, die derart geschaffen werden sollen, dass bei der Erreichbarkeit weitgehende Verkehrssicherheit ermöglicht wird.
- Wird die demokratische Erziehung der Jugend gefördert? Wie können sich Jugendliche und Kinder am Gemeindeleben beteiligen? Gibt es den Kindergemeinderat, einen Jugendkommunalplan?
- Gibt es in allen Vierteln kindergerechte Spielplätze? Werden die Eltern und Kinder bei der Gestaltung von Spielplätzen eingebunden?
- Gibt es ein ausreichendes Angebot von Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche? Ist dieses Angebot mit den Betreuungseinrichtungen abgestimmt?
- Werden Vereine besonders gefördert, die sich um Kinder- und Jugendarbeit kümmern? Gibt es interkulturelle Angebote?
- Gibt es in der Gemeinde ein Angebot an Musikunterricht? Gibt es in den Schulen eine musikalische Früherziehung?
- Wird die sportliche Betätigung – auch außerhalb von Vereinen – gefördert?
- Werden in den Schulferien Aktivitäten für Kinder und Jugendliche angeboten?
- Gibt es in den Sommerferien ein Angebot für schulische Förderung; Stichwort „Summerschoul“?
Familien und Erwachsenenbildung
Die permanente Aus- und Weiterbildung des Menschen ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Die von den Vereinen angebotenen Bildungsprojekte im kulturellen, sozialen und technischen Bereich wollen wir den jeweiligen Anforderungen und Gegebenheiten entsprechend fördern. Wir wollen die Erwachsenenbildung (so z. B. Sprachkurse, Informatikangebote, Internet, Mal- und Zeichenkurse sowie diverse Bildungsveranstaltungen zur Persönlichkeitsbildung und Lebensgestaltung fördern und ausbauen. Die Entwicklung und Schaffung von Einrichtungen allgemeiner und besonderer Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ist somit für jede Gemeinde eine wichtige Aufgabe.
- Gibt es für Berufstätige annehmbare Angebote an Kinderbegleitung, sowohl von Inhalt als auch von der Organisationsform her? Bietet die Gemeinde eine Elternschule an?
- Sind die Öffnungszeiten der Gemeindedienste familienfreundlich?
- Wird den Interessen von Familien bei der Festlegung von Abgaben Rechnung getragen?
Jugend
Eine dynamische Gemeinde braucht junge Menschen, die bereit sind, das Gemeinschaftsleben aktiv mitzugestalten. Wir wollen dafür sorgen, dass junge Menschen in die Verantwortung der Gemeinden hineinwachsen. Wir unterstützen und fördern jene Veranstaltungen, Dienste und Einrichtungen, die die demokratische Mitsprache und die persönliche Entfaltung der Jugendlichen ermöglichen. Politik für die Jugend kann nur mit der Jugend gestaltet werden. Wir wollen daher nach Möglichkeit Vereine, die sich der Jugendarbeit widmen, entsprechend unterstützen; gut funktionierende Jugendkommissionen einsetzen; kommunale Jugendparlamente einrichten; Räumlichkeiten und Infrastrukturen bereitstellen, die den Bedürfnissen der Jugendlichen entsprechen (Proberäume für Musik- und Theatergruppen, Jugendhäuser, usw.); Initiativen Jugendlicher im Bereich des Umweltschutzes, des interkulturellen Dialogs und der Entwicklungshilfe besonders fördern.
- Hat die Gemeinde ein Jugendhaus?
- Gibt es einen Jugendkommunalplan?
- Wie arbeitet die Jugendkommission?
- Werden junge Menschen in die Entscheidungsfindung eingebunden?
Wohnen
Wir wollen Gemeinden mit hoher Wohnqualität. Jede Familie hat das Recht auf eine ihren Bedürfnissen angemessene Wohnung. Durch entsprechende Projekte wollen wir diesem Ziel gerecht werden. Ein ganz besonderes Augenmerk schenken wir auch den Projekten des sozialen Wohnungs- und Eigenheimbau, wobei wir auf die Pflege des Wohnungsbestandes und des Wohnumfeldes Wert legen. Im innerstädtischen Bereich soll das Nebeneinander von Geschäfts- und Wohnnutzung für eine gute Wohnqualität stehen.
- Wird an die Schaffung von Mehrgenerationenhäusern gedacht?
- Wird der Wohnungsbau nicht durch unsinnige Taxen belastet?
